Wiesmann: Jugendlichen ab 16 Jahre sofort ein Impfangebot machen und dafür auch Kinder- und Jugendärzte heranziehen

Berlin/Frankfurt am Main, 26. April 2021 - Zur aktuellen Diskussion um die Aufhebung der Impfprioritäten fordert die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann MdB (CDU), Mitglied im Familienausschuss und der Kinderkommission des Deutschen Bundestags, die Impfkampagne umgehend und soweit wie möglich auf die Normalisierung des Alltags der jungen Generation auszurichten.

Wiesmann hatte der Novelle des Infektionsschutzes zwar zugestimmt, jedoch die nicht ausreichende Berücksichtigung der besonders auch seelischen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen kritisiert.

„Angesichts der erheblichen psychosozialen Belastungen, die mit den teilweise monatelangen Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen verbunden sind, sollten Jugendliche jetzt umgehend in die Impfkampagne einbezogen werden. So lange es nur einen Impfstoff für Jugendliche ab 16 Jahren gibt, muss die Kampagne natürlich auf diese Altersgruppe beschränkt bleiben. Ein Vorziehen bei der Impfung würde der Gruppe der Auszubildenden und Berufsschüler, Abiturienten und Studienanfänger sehr zugute kommen“, so Wiesmann.

"So lange wir davon ausgehen müssen, dass die Pandemie auch nach den Schulferien noch Kontakteinschränkungen erfordern könnte, ist es essentiell, den Schülern wenigstens zum neuen Schuljahrsbeginn so weit wie möglich einen vollständigen Impfschutz zu verschaffen. Für den einzigen bisher zugelassenen Impfstoff für 16-Jährige wurde das Intervall auf 6 Wochen gesetzt; d.h. die erste Impfung müsste spätestens zwei Wochen vor Ferienbeginn erfolgen", erklärt die Familienpolitikerin, die als ehemalige Landtagsabgeordnete über bildungspolitische Erfahrung verfügt.

Wiesmann abschließend: „Kinder- und Jugendärzte sollten für ihre Patienten in die Kampagne einbezogen werden, die Stiko sollte zeitnah die Alterskohorte 16-21 festlegen. Jüngere Schüler werden allerdings kaum vor dem Herbst geimpft werden können, da die Vakzine noch nicht ausreichend getestet werden konnten. Deshalb müssen zugleich die Hygienemaßnahmen und Testregimes so fortentwickelt und baldmöglichst zum Einsatz gebracht werden, dass alle Schüler in den Präsenzunterricht können. Ein längerer Unterrichtsverlust ist nicht mehr hinnehmbar, zumal die Erkenntnisse immer weiter bestätigt werden, dass Schulen keine Ansteckungsorte sind."

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