Wiesmann: Coronapolitik für junge Menschen braucht noch mehr Schub! Jugendliche und Kinder müssen jetzt aus Corona durchstarten können

Positionspapier der Unionsfraktion zu Gesundheitsschutz und Durchstarten nach Corona

Berlin/Frankfurt am Main, 23. Juni 2021 - Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am gestrigen Dienstag das Positionspapier "Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen schützen und gleichzeitig das Durchstarten in Zeiten von und nach Corona ermöglichen" beschlossen.

Dazu erklärt die Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann:

"Kinder und besonders Jugendliche haben in der Pandemie viel geleistet und enorme Verantwortung bewiesen. Viele hatten lange kaum Kontakt zu Freunden, haben die wichtige Einbettung in ihre sozialen Gruppen verloren. Kindergärten und Schulen blieben als zentrale Orte der Lebens- und Erfahrungswelt junger Menschen monatelang geschlossen. Wichtige Freizeit-, Sport-, Kultur- und Bildungsangebote fielen weg. Das hat dramatische Auswirkungen auf die körperliche und die seelische Gesundheit, mithin die Entwicklungschancen junger Menschen.

Es muss jetzt alles dafür getan werden, dass sich das Leben für Kinder und Jugendliche so schnell wie möglich normalisiert. Alle Schülerinnen und Schüler müssen nach ihren Sommerferien im regulären Präsenzunterricht unterrichtet werden können. Schul- und Kitaschließungen dürfen immer nur das letzte Mittel für den Gesundheitsschutz sein

Im Fall eines deutlichen Wiederanstiegs der Infektionszahlen schlagen wir vor, dass zusätzlich zu den jetzt schon geltenden Schutzmaßnahmen Kinder und Jugendliche mit geeigneten Pool-PCR-Tests getestet werden. Darüber hinaus sollten - orientiert an den wissenschaftlichen Erkenntnissen - flächendeckend effektive Luftreinigungssysteme eingerichtet werden."

Die Familienpolitikerin, die auch Berichterstatterin der Unionsfraktion für Jugendpolitik und Mitglied in der Kinderkommission des Bundestages ist, fährt fort:

"Wir wollen die Länder darin bestärken, die über 16-Jährigen nach dem jeweiligen Ferienkalender rechtzeitig auf die Impfchance anzusprechen. Auch 12- bis 15-Jährige sollen bei Beachtung der Ferienregelungen in die Impfkampagne einbezogen werden. Wir erwarten außerdem mehr psychotherapeutische Behandlungsangebote für Kinder und Jugendliche. Denn die Pandemie hat bei vielen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien tiefe seelische Spuren hinterlassen. Frustrationen, Depressionen, Essstörungen und Suizidgefährdungen haben zugenommen. Die Hilfe für seelisch besonders belastete Kinder muss schnell starten, ein halbes Jahr auf eine Therapie zu warten, darf keinem zugemutet werden.

Aufbauend auf dem Aufholprogramm der Bundesregierung, fordern wir schließlich ein Durchstartprogramm mit einem Kinder- und Jugendgipfel im Spätsommer, auf dem Kinder und Jugendliche ihre Wünsche untereinander und mit Erwachsenen diskutieren und in die Politik einbringen. Kinder und Jugendliche brauchen jetzt positive Signale, dass es weitergeht. Deshalb wollen wir, dass Sport, kulturelles und soziales Leben so reaktiviert werden, dass alle Kinder und Jugendlichen sich in der Gemeinschaft wieder wohlfühlen können.

Wir wollen 2022 zum Jahr des Jugendaustauschs machen, denn der liegt nun im zweiten Jahr völlig brach. Jugendliche brauchen den Kontakt zu Gleichaltrigen im Ausland, sei es im Austausch, im Freiwilligendienst oder bei Studienreisen. Und junge Online-Profis sollen an der Weiterentwicklung digitaler Kommunikation mitwirken können und damit Anerkennung für ihre im Lockdown erworbenen Fähigkeiten bekommen.

So bringen wir unsere Kinder wieder auf einen guten Weg in ihre Zukunft."

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