Eigentlich hatte der Weg hinter den Wohnblöcken des nördlichen Gallus entlang der Idsteiner Straße zwischen Krifteler Straße und Schneidhainer Straße keinen Namen, dennoch wussten die meisten sofort, was gemeint war, wenn vom "Rosengärtchen" gesprochen wurde.
 

Ansehnlich war der Weg lange Zeit nicht, verlief er doch einfach entlang der Mauer, die das Gallus vom Rangierfeld des Güterbahnhofs trennte. Mit dem Entstehen des Europaviertels ist das nun anders geworden. Die hässliche Backsteinmauer ist verschwunden, entlang des Weges laden Sitzbänke zur Rast ein und an der Anhöhe zum Europaviertel wurden Rosen gepflanzt.
 
Doch seit dem 16. November ist das Rosengärtchen eine Kunstmeile! Kaum zu glauben, was die Kinder Einrichtungen rund um das Rosengärtchen herum mit Unterstützung des künstlerischen Leiters der Jugend-Kulturwerkstatt Falkenheim, Herrn Ali Renani, geschaffen haben. Nun zieren vier runde Schilder und zwei drehbare Schilderbäume mit verschiedenen bunten Motiven den rund 400 Meter langen Verbindungsweg zwischen Gallus und Europaviertel. Zu sehen gibt es Sonnenschein, Königinnen und Könige, Pyramiden, Goldfische, Hunde (die möglichst keine "Häufchen" hinterlassen sollten) und vieles mehr.
 
Stadtverordneter Thomas Kirchner, der mit seinen Kollegen aus dem Ortsbeirat Anträge zur Verschönerung des Rosengärtchens entwickelt hatte, ist begeistert. "So eine positive Entwicklung hätte ich nicht erwartet", sagt er, der seine Kinder- und Jugendjahre oft im und um das Rosengärtchen herum verbracht und sich beim Radfahren und Klettern den einen oder anderen blauen Fleck oder Aufschürfung zugezogen hatte. Klasse wäre es, wenn der so schön gestaltete Weg nun dazu beiträgt, dass sich die beiden Stadtteile näher kommen und zusammenwachsen.

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