CDU kritisiert Ausbeutung von Arbeitern im Europaviertel

In der letzten Sitzung des Ortsbeirates 1 am vergangenen Dienstag hat die CDU in einer Tischvorlage die unhaltbaren Zustände auf einigen Baustellen im Europaviertel thematisiert. Laut Presseberichten waren dort Bauarbeiter aus Rumänien mit einem Stundenlohn von EUR 1,09 beschäftigt worden. Nicht nur angesichts der hohen Preise für das dort angebotene Wohneigentum ein Skandal.
 

In einem Antrag der einstimmig votiert wurde fordern die Christdemokraten den Magistrat auf sich dafür einzusetzen, dass entsprechende Aufsichtsbehörden wie der Zoll die Baustellen intensiv und regelmäßig kontrollieren, um solche Exzesse zu verhindern.
 
Im Gallus, zu dessen nördlichem Teil das Europaviertel gehört, entstand ein großer Teil der Wohnungen Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, also in schwerer Zeit. Dennoch hat der damalige Stadtrat Ernst May als Leiter des Hochbau- und Siedlungsamtes dafür Sorge getragen, dass menschenwürdige Löhne gezahlt wurden. Ein Anspruch von dem die Christdemokraten sich in ungleich besseren Zeiten nicht verabschieden wollen.

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