Vorbildlicher Wohnungsbau im Gallus

Wer auf den einschlägigen Internetseiten nach Wohnungen und Wohneigentum sucht, der findet zurzeit sehr viele Einträge, die auf das Gallus verweisen. Zwar ist dies vor allem dem Neubaugebiet „Europaviertel“ geschuldet, doch auch im alten Teil des Stadtteils lässt sich viel vorbildliches im Zusammenhang mit dem Thema Wohnen entdecken.
 

Wohnen im Gallus ist geprägt durch städtische Wohnungsbaugesellschaften. Mit der Hellerhof- und Friedrich-Ebert-Siedlung stellen diese rund 50 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes. In den vergangenen 20 Jahren wurde sehr viel in die Sanierung des Bestandes investiert. So sind mittlerweile sehr viele der typischen Wohnblöcke in der Hellerhofsiedlung zwischen Frankenallee und Wörsdorfer Straße saniert und wärmeisoliert. Zudem befinden sich auf den Flachdächern Solarzellen zur Gewinnung von Strom aus der Sonne.
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Doch auch die jüngsten Projekte der ABG Holdung sind in vielerlei Hinsicht als wegweisend einzustufen. Thomas Kirchner, Stadtverordneter für das Gallus freut sich darüber und verweist insbesondere auf zwei Beispiele, die im Römer vor kurzem vorgestellt wurden.
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Plus-Energie-Haus in der Friedrich-Ebert-Siedlung
 
Als eines der ersten Projekte seiner Art wird die ABG Holding bis April 2014 ein sogenanntes „Plus-Energie-Haus“ an der Cordierstraße 2-6 errichten. Das besondere an diesem Neubau ist, dass das Gebäude nicht nur Energie sparen, sonder selbst einen Überschuss an Energie erzeugen wird. Für knapp 4 Millionen Euro entstehen 17 Wohnungen mit mehr als 1200 Quadratmetern Wohnfläche. Mit dem Stromüberschuss von 15000 Kilowattstunden  pro Jahr lassen sich acht Elektroautos betreiben von denen jedes in diesem Zeitraum 10.000 Kilometer zurücklegen kann.
 
Umbau im alten Stil in der Schlossborner Straße
 
In der Schlossborner Straße geht es hingegen traditioneller zu. Dort wurde ein 50ger-Jahre-Bau saniert und der umliegenden Bebauung angepasst. Statt eines durch Minimalarchitektur gekennzeichneten Wohnblocks, der wie ein Fremdkörper mitten in den schönen Backsteinhäusern aus dem Jahre 1904 lag, steht dort nun wieder ein Haus, dass in Harmonie mit seiner Umgebung liegt. Zudem wurde die darin vorhandenen Wohnungen an heutige Ansprüche an das Wohnen angepasst.
 
Diese beiden Beispiele zeigen die positive Entwicklung, die unser Stadtteil in den letzten Jahren durchlaufen hat. Aus einem Stadtteil, der mit Leerständen und Wegzugswellen von Familien zu kämpfen hatte, ist ein lebens- und liebenswerter Stadtteil Frankfurts geworden, der einer positiven Zukunft entgegenschauen kann.

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