FA Wirtschaft: Gendersprache vernünftig anwenden

Frankfurt am Main, 09. Juni 2021. Kaum ein Gleichstellungsthema sorgt für mehr Kontroversen als die sogenannte genderneutrale Sprache.

Menschen benutzen die Sprache und beeinflussen sie. So spiegelt die Sprache sozialen Wandel und löst ihn auch aus. Die Sprache der Minderheiten kann die Sprache der Mehrheiten beeinflussen, aber sie darf die Sprache nicht zwanghaft verändern.

Umfragen im deutschsprachigen Raum zeigen, dass die Mehrheit der Menschen gegen die Gendersprache ist – sogar die Mehrheit der Frauen. Sie lehnen diese Sprache ab, weil sie eine akademische Kopfgeburt ist, technokratisch und künstlich ist. 45 % unserer Gesellschaft lehnen gendern ab, nur 21 % sprechen sich dafür aus.

Die Gendersprache schafft Sprachmonster

Christoph Fay fordert: Sprache sollte flüssig bleiben und nicht schwerfällig werden. Durch Gendersprache entstehen Sprachmonster. Der Staat, der mit Verordnungen und Erlassen gerade im Bildungsbereich sprachprägend ist, sollte vermeiden, dass ein fünfjähriges Kind von Kindergarten-Lehrpersonen spricht und nicht mehr von Kindergärtnerinnen. Es gibt viele Beispiele, die die Zwangshaftigkeit der Gendersprache belegen und von der Mehrheit abgelehnt wird.

"Die Wirtschaft, insbesondere die Verlage, aber auch Dienstleistungsunternehmen, sind von einem Gendersprachzwang besonders betroffen. Diese müssen wissen, dass es keinen Genderzwang gibt. Die Mehrheit in unserer Gesellschaft lehnt gendern ab", meint Christoph Fay. "Wir brauchen keine gendergerechte Sprache." 

Christoph Fay ist überzeugt, dass eine genderneutrale Sprache nicht hilft, Diskriminierungen zu vermeiden. "Unsere Welt wird nicht dadurch besser, wenn wir Begriffe einfach verändern, damit sie gendergerecht klingen. Hinter der Gendersprache steckt die Ideologie der Gleichstellungslobby, die um alles in der Welt Minderheiten sichtbar machen will. Diese Ideologie soll in die Köpfe eingeimpft werden. Gendersprache macht aus jedem Satz eine Gewissensprüfung." 

Christoph Fay hat grundsätzlich nichts dagegen, wenn jemand die Gendersprache benutzt. "Wenn eine quasi moralische Instanz uns allen vorschreibt, so zu sprechen und so zu schreiben, dann sollten wir die Gendersprache ablehnen", betonte Fay abschließend.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben